Warum sieht ein Bild als Foto und als Druck unterschiedlich aus?

Wir erhalten häufig die Nachfrage, warum ein Motiv als Fotoabzug „besser“ aussieht als z.B. als Abbildung in einem Fotobuch. Hier kommen mehrere Faktoren zusammen, die die Wahrnehmung und das Ergebnis beeinflussen können:


Musterbild zur Darstellung des Druckrasters (siehe Ausschnitte unten)

 

1. Fotoabzug

Der klassische Foto- oder Posterabzug auf Fotopapier (digitale Belichtung mit chemischer Entwicklung) hat durch die lange Entwicklungsgeschichte ein nahezu perfektes Ergebnis zur Folge – vorausgesetzt die digitale Datei ist optimal aufgenommen worden und liegt in der richtigen Auflösung vor.

Der Vorteil eines Fotoabzugs ist die Informationsdichte pro Zoll (oder cm). Unsere Belichter arbeiten mit bis zu 300 Belichtungspunkten pro Zoll / 2,54cm. Dies erzeugt eine sehr detaillierte Bildwiedergabe und Schärfe.

Ein kleines Manko bei Fotoabzügen stellt der etwas eingeschränkte Farbraum dar. Das Fotopapier kann nicht alle Farben 1:1 umsetzen – insbesondere keine mit Neoneffekt u.ä. Hier werden „Ersatzfarben“ erzeugt, die manchmal nicht ganz dem gewünschten Farbton entsprechen – allerdings spielt dies bei normalen Abzügen direkt aus der Kamera keine Rolle.

Ausschnitt mit Darstellung einer Foto-Oberfläche (beispielhaft)

 

2. Digitaldruck

Der Digitaldruck kann noch nicht auf eine so lange Historie zurückblicken wie das Fotopapier – allerdings wird auch hier seit über 20 Jahren intensiv geforscht und weiterentwickelt.

Der Digitaldruck arbeitet meistens mit 4 Farben (Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz = CMYK). Aus diesen 4 Farben wird durch geschicktes Rastern und Drucken mit einem versetzen Winkel pro Farbe der jeweilige Farbeindruck erzeugt.

Ein Vorteil des Digitaldrucks ist der größere Farbraum. Es können mehr Farben mittels der 4 Grundfarben erzeugt werden als auf dem Fotopapier – Schmuck- und Effektfarben wie Gold natürlich nicht.

Bedingt durch das notwendige Rastern eines Digitaldruckes wird mehr Fläche pro Bildpunkt benötigt. Hieraus ergibt sich eine geringere Auflösung im Detail – im direkten Vergleich zu einem Fotoabzug.

 

Ausschnitt mit Darstellung einer Digitaldruck-Oberfläche (beispielhaft)

 

Allerdings kann man dies recht gut beeinflussen, indem man ein paar grundlegende Tipps beim Gestalten von Büchern, Heften Kalendern usw. befolgt:

a.) Setzen Sie weniger und dafür größere Bilder pro Seite – kleine Bilder wirken unschärfer und kontrastärmer

b.) Zu dunkle und kontrastarme Motive sollten sie unbedingt vorab aufhellen und im Kontrast verstärken

c.) Die Farbintensität (Sättigung) der verwendeten Bilder sollte ruhig etwas kräftiger gewählt werden – flaue Motive     wirken im Digitaldruck kraftlos und unansehnlich

d.) Wenn sie leicht unscharfe Motive  verwenden möchten, sollten sie diese unbedingt vorab nachschärfen, da sonst die Unschärfe verstärkt wird

e.) Nutzen Sie die optionale Hochglanzveredelung, um eine Oberfläche und Brillanz ähnlich dem klassischen Fotoabzug zu erzielen

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