Haugens Techniktipps für beste Bilder

Manchmal ist der Frust groß. Der Urlaub war wunderschön, der Speicher der Digitalkamera ist voll mit tollen Motiven. Doch dann sind einige Abzüge eher enttäuschend. Vertriebsleiter Jan Haugen von photo dose erläutert im Gespräch, wie sich das verhindern lässt.

Was kann ich tun, damit am Ende tolle Fotoabzüge herauskommen?
Das beginnt natürlich beim Fotografieren. Dass ich digital riesigen Speicherplatz habe, verführt dazu schnell abzudrücken, wenn ein Motiv vor das Objektiv kommt. Doch wer sich dann ein wenig Zeit lässt, erzielt sofort bessere Ergebnisse. Wirklich schauen, dass das zentrale Bildmotiv scharf gestellt wird. Den Bildausschnitt wählen, das Motiv

heranzoomen, auf die Lichtverhältnisse achten und bei Landschaften auch mit Schärfentiefe arbeiten, damit es wirklich ein tolles Panorama gibt. Das ist alles nichts Geheimnisvolles und Aufwendiges. Aber es lohnt sich, achtsam zu sein.

Die Fotos sind im Kasten. Wie geht’s weiter?
Schärfe ist ein zentrales Thema in der Nachbearbeitung. Im Display lässt sich das je nach Qualität der Kamera nicht immer sehen. Deshalb gilt es, alle Fotos auf jeden Fall am Computer in der Großansicht auf die Schärfe zu prüfen und womöglich gleich auszusortieren. Noch besser ist es, direkt mit einem Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop zu arbeiten. Die Einsteigerversion Elements gibt es schon für rund 75 Euro. Der Vorteil ist, dass hier die Fotos in ihrer vollen Bildgröße angezeigt werden. Da bleibt kein Zweifel mehr in Sachen Schärfe.

Woran kann es noch haken?
Am Ausschnitt. Die meisten Kamerachips haben ein Seitenverhältnis von 4:3. Das passt natürlich nicht exakt bei Fotoausdrucken im Standard von 10×15 cm. Wenn da wichtige Motive ganz am Rand platziert sind, kann schon mal etwas abgeschnitten sein. Da hilft dann wieder Photoshop, wo sie als Format einfach 3:2 einstellen können, was dann genau passt. Wir haben zudem reagiert und unsere Software um zusätzliche Bildformate erweitert. Die Kunden können jetzt auch 10×13 cm auswählen, was dann wieder passt zum Standard der Kamerachips. Das ist natürlich alles sehr technisch. Wer einfach daran denkt, seine Bildmotive möglichst in der Mitte zu haben, ist immer auf der sicheren Seite in Sachen Beschnitt.

Fehlt noch etwas?
Wer seine Fotos selber in Programmen bearbeitet, etwa mit Tonwertkorrektur für die Farben oder in Sachen Helligkeit und Kontrast, muss in der Bestellsoftware die Autokorrektur ausschalten. Denn letztere korrigiert sonst die eigenen Korrekturen – mit einem schlechten Resultat. Dafür klickt man mit der rechten Maustaste auf eines der Bilder und wählt im aufgehenden Fenster unter „Für alle Fotos“ den Punkt „deaktivieren“ aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.